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#10 27.03.2015 - 15:40 Uhr Die Mondverschwörung & Alexander Müller Homepage Email

Mondverschwörung - Aktuell - Wirken von Müller: Über 1 Million Gästebucheinträge seit dem Mord der Umweltaktivistin Martina Pflock vom 02.11.2004 bis zu seiner Hinrichtung durch 2 Hirninfarkte am 12.06.2012 in Hannover - Pflegeheim: Celle - Verstorben am 27.09.2014 in Celle, Hambühren - Letzte Ruhestätte ab dem 13.10.2014: Berlin Ost



Metapedia berichtet: Alexander Müller (geb. 26. März 1960 in Berlin, verst. 27. September 2014 in Hambühren bei Celle) ist, nach eigenen Angaben, ein von der BRD politisch Verfolgter.

Müller ist Gründer und Vorsitzender des „Zentralrats der Deutschen“ (ZdD) mit Sitz in Hannover und Sprecher des BfeD.

Im Jahr 2007 fand ein Interview für den Kino- und Dokumentarfilm Die Mondverschwörung mit dem US-Reporter Dennis Mascarenas und dem Regisseur Thomas Frickel in Hannover über Chemtrails und den BfeD statt, der in den Jahren 2011 und 2012 in diversen Kinos, sowie im Fernsehen 3-Sat und Hessischen Rundfunk publiziert wurde.

Verschiedene Landes- und Bundesbehörden der BRD hatten erfolglos versucht, Müllers vier Weltnetzseiten in Dänemark und Schweden mit über 10.000 Tages- und Gästebucheinträgen zu löschen.

Am 12. Juni 2012 wurde Müller (bisher gesund und erst 52 Jahre jung, jedoch mehrere erfolglose Mordversuche durch die USrael Geheimdienste) gegen 23 Uhr mit zwei schweren Hirninfarkten in die Uni-Klinik geflogen.

Seitdem hat Müller einen Vormund, ist ein Schwerstpflegefall mit komplettem Gedächtnisverlust, ohne jegliche Laute und Sprache, auch ist eine schriftliche Kommunikation unmöglich.

Seine Versorgung hat seit dem Oktober 2012 ein Pflegeheim bei Celle übernommen. – Wenige Wochen nach den zwei Hirninfarkten von Müller wurde der Vormund durch die Landesmedienanstalt Niedersachsen in Hannover genötigt, alle vier Weltnetzseiten unverzüglich zu kündigen, da sonst erneute Strafbefehle nicht gegen Müller, sondern gegen den Vormund erfolgen würden.

Am 27. September 2014 verstarb Müller gegen 14 Uhr in dem Pflegeheim Meinecke in Hambühren bei Celle an den Folgen des Attentats vom 12. Juni 2012.



Erläuterung zu obigem Bild: Seine letzte Ruhestätte befindet sich seit dem 13. Oktober 2014 auf dem Friedhof I der Georgen-Parochialgemeinde in Berlin-Ost im Ortsteil Prenzlauer Berg, Greifswalder Straße 229, auf dem dortigen Urnenfriedhof, auf dem auch seine Mutter beerdigt ist.

Alexander Müller vom Zentralrat der Deutschen aus Hannover und Bund für echte Demokratie e.V. aus Vellmar bei Kassel, der respektable Wahrheitssucher und erfolgreiche Internet-Aktivist mit über 1 Million Gästebucheinträgen zur Volksaufklärung wurde am 10.04.2015 besucht und dort wurde obiges Bild aufgenommen.

Weltnetzseiten über Müller:

Der Zentralrat der Deutschen
http://zdd.dk - http://wahrheit.se

Die Mondverschwörung
http://mondverschwoerungen.wordpress.com/

Ausschnitte aus dem Kinofilm die Mondverschwörung
https://archive.org/details/DieMondverschwoerungDennisMascarenasThomasFrickelAlexanderMuellerHq

Quelle: http://de.metapedia.org/wiki/Müller,_Alexander

http://www.kabale.se - http://www.infokrieg.tv - http://www.winion.org/ - http://igelin.blog.de http://igelin.wordpress.com - http://derhonigmannsagt.wordpress.com - http://www.chemtrails-info.de http://mondverschwoerungen.wordpress.com/Praxis/ - http://de.metapedia.org/wiki/Alexander_Müller
http://www.google.at - http://de.metapedia.org/wiki/Bfed - http://de.metapedia.org/wiki/Martina_Pflock

 
#9 16.12.2014 - 17:26 Uhr DER PSYCHIATRISCHE FASCHISMUS Homepage Email

DER PSYCHIATRISCHE FASCHISMUS von Don Weitz - Toronto, Ontario - (Übers.: Heinz Kaiser) - Adresse des englischen Originaltexts: http://www.antipsychiatry.org/weitz2.htm

Fast 150 Jahre lang hat sich die Psychiatrie als eine medizinische Wissenschaft verkleidet, und als einen Zweig der Medizin. Das ist sie nicht, und sie war nie eine Wissenschaft oder eine Form der Heilbehandlung. Die moderne Psychiatrie basiert auf unbewiesenen empirischen Annahmen, medizinischen Vorurteilen und pseudo-wissenschaftlichen Meinungen. Es gibt keine wissenschaftlich gesicherten, unabhängig nachgewiesenen Fakten in der Psychiatrie. Tatsächlich hat die Psychiatrie keine Gesetze oder nachprüfbare Hypothesen und keine zusammenhängende und in sich schlüssige Theorie. Es ist kaum zu übersehen, daß es der Psychiatrie an einem wissenschaftlichen Beweis oder einem Beleg fehlt, der ihre von den News-Medien nachgeplapperten Behauptungen von der Existenz "geistiger Krankheiten" oder "Störungen" stützen würde. Nach siebzig Jahren psychiatrischer Praxis und Forschung gibt es immer noch keinen diagnostischen Test für Schizophrenie oder irgendeine der anderen dreihundert sogenannten geistigen Störungen, die in der aktuellen Ausgabe des Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM), aufgelistet sind. Es handelt sich dabei im Grunde um eine Liste von klassifizierten moralischen Urteilen über angeblich unnormale Verhaltensweisen, die die American Psychiatric Association veröffentlicht hat und für die sie Propaganda macht. Das DSM ist die offizielle Bibel der organisierten Psychiatrie. Das DSM ist das Ebenbild des mittelalterlichen Malleus Maleficarum, das spanische Inquisitoren benutzten, um Hexen und Ketzer zu identifizieren, zur Zielscheibe zu machen, zu stigmatisieren und zu verbrennen. Die Hexen und Ketzer und Sündenböcke unserer Tage werden mit dem Etikett geisteskrank oder schizophren versehen.

Die klinische Psychiatrie kümmert sich in erster Linie um die Kontrolle des Verhaltens ihrer Insassen mit Hilfe von Änderungsprogrammen, die hohe Risiken bergen, biologischen "Behandlungen", körperliche und mechanische Fesselung, geschlossene Türen und Stationen, und Absonderungs- / Isolier-Räume, haben immer einige faschistische Elemente sichtbar werden lassen. Ich möchte drei davon besonders hervorheben: Angst, Gewalt und Irreführung.Dies sind die üblichen Prinzipien und Strategien, um Bürger und Bevölkerungsgruppen zu kontrollieren, die in den Augen von Staatsführern und anderen Autoritäten, einschließlich der Polizei und der sogenannten Fachleute für geistige Gesundheit, als Dissident, problematisch oder schwierig zu kontrollieren beurteilt werden. Die Klinische Psychiatrie ist dem Gefängnissystem sehr ähnlich. Im Gefängnis oder im System zur Verhaltenskorrektur wurden Psychiater als Beratungspersonen eingesetzt, um gefährliche, unethische Verhaltensänderungs - programme zu entwerfen und um an den Häftlingen hochriskante Medikamentenversuche durchzuführen. Sowohl das psychiatrische System als auch das Gefängnissystem benutzen systematisch Angst, Gewalt und Irreführung zum Zwecke der sozialen Kontrolle und zur Bestrafung - nicht zu Zwecken der Behandlung oder Rehabilitation, was beides ein Euphemismus (Schönfärberei) ist. Es ist offensichtlich, oder es sollte es sein, dass eine erzwungene Behandlung in der Tat eine Strafe ist. Sie ist häufig grausam und gängig und sollte deshalb in den U.S. unter dem Eighth constitutional amendment verbannt werden. So gut wie alle Behandlungen in psychiatrischen Einrichtungen werden erzwungen oder sie werden ohne die erforderliche informierte Einwilligung durchgeführt. Sie werden gegen den Willen des "Patienten" (des Gefangenen) durchgeführt, oder mit einem Einverständnis, das dadurch erreicht wird, dass dem "Patienten" mit negativen Konsequenzen gedroht wird, oder mit einem Einverständnis, wo dem "Patienten" wichtige Informationen über ernste Risiken und über Alternativen vorenthalten wurden. Informierte Einwilligung in der Psychiatrie ist eine grausame Farce. Es gibt sie nicht.

Angst/Terror - "Terror hat große Wirkung auf den Körper durch das Medium des Geistes und sollte angewendet werden, um die Verrücktheit zu heilen. Angst in Begleitung von Schmerzen und einem Gefühl von Scham hat manchmal die Krankheit geheilt". Das wurde vor fast 2 Jahrhunderten, im Jahr 1818 von Dr. Benjamin Rush geschrieben, dem Vater der amerikanischen Psychiatrie, und dem ersten Präsidenten der APA, dessen Gesicht immer noch auf dem offiziellen Siegel der Americam Psychiatric Association erscheint. Dr. Rush befürwortete und praktizierte Terror, indem er die Zwangsjacke erfand und anwendete, ebenso wie den Beruhigungsstuhl und "Todesangst" bei zahlreichen Insassen von Irrenanstalten des 19.Jahrhunderts. Schließlich hat Rush seinen Sohn in einer Irrenanstalt eingeschlossen - was für ein Vater!

Angst ist ein mächtiges Erziehungsmittel, um Anpassung und Gehorsam zu erzwingen, um die Leute dazu zu bringen, daß sie sich Autoritäten unterwerfen. In der Geschichte war das Auslösen und Manipulieren mit Angst oder verstecktem Terror stets eine Schlüssel-Strategie und -Praxis aller faschistischen Regime, in Italien unter Mussolini ebenso wie in Nazi-Deutschland unter Hitler, der Sowjetunion unter Stalin - faktisch in jeder Diktatur. Die Androhung von Strafe, Folter und die Drohung, man werde getötet, reicht aus, um Angst, Schrecken und Panik in den meisten von uns auszulösen. Wir tun, was man uns sagt, andernfalls.

Die in der Psychiatrie angewandeten Formen von Angst und Terror sind spezieller, aber sie sind weitverbreitet und effektiv. Die Institution Psychiatrie nimmt häufig Zuflucht zu erpresserischen Mitteln, um den sehr "unkontrollierbaren" und schwierigen Patienten, also den Patienten mit geringer "Compliance", unter Kontrolle zu bekommen. Psychiater und andere Therapeuten drohen ihren Patienten mit verlängerter Haftdauer, höheren Dosen der zwangsverabreichten Neuroleptika oder "Antidepressiva", und/oder mit der gefürchteten Verlegung in noch schlimmere Hochsicherheitsabteilungen, falls diese nicht tun, was man von ihnen verlangt, wenn sie ihre "Medikamente" nicht nehmen, wenn sie sich nicht an die Anstaltsregeln halten, oder wenn sie ihre Wärter in anderer Weise ärgern. Allgemein angewendet auf Gemeinschaften gefangener, unfreiwilliger Patienten lösen diese Drohungen bei vielen Angst aus, und die Psychiater wissen das. Zum Beispiel haben mir und einigen anderen Aktivisten-Kritikern vor einigen Jahren verschiedene Patienten und Ex-Patienten des Queen Street Mental Health Centre, der berüchtigten psychiatrischen Klinik oder Psycho-Haftanstalt von Toronto erzählt, daß Psychiater ihnen gedroht hätten, sie nach Penetang zu verlegen, an die Oakridge division of Penetanguishene Mental Health Centre, eine Hochsicherheitseinrichtung zur Verhaltensänderung in Ontario, die für ihr gnadenloses und brutales Milieu bekannt ist. Penetang wurde und wird immer noch als Bestrafung angesehen, eines der barbarischsten Psycho-Gefängnisse von Kanada. Es hätte bereits vor Jahren geschlossen werden sollen, insbesondere nach einem vernichtenden Bericht von Psychiater Steven Harper über viele dort herrschende Mißstände.

Auch die Bedrohung von Patienten mit körperlicher Fesselung oder Einzelhaft ist außerordentlich effektiv, um Angst oder Panik bei den Patienten auszulösen. In so gut wie jeder psychiatrischen Station oder Abteilung gibt es einen Ort, den man euphemistisch den "Ruheraum" nennt, einen kargen, verbotenen, Zellen-ähnlichen Raum, mit einer Matratze oder Waschbecken, gewöhnlich gibt es keine Toilette und keine Bettdecke. Während sie im Ruheraum dahinsiechen, sind die Patienten oft noch zusätzlich gefesselt mit Ledermanschetten, Zweipunkt- und Vierpunkt-Fesseln, stramm um ihre Handgelenke und/oder Fußgelenke gespannt, so daß sie sich kaum bewegen können, so liegen sie da mehrere Stunden lang. Die pure Androhung von Freiheitsentzug, unfreiwilliger Inhaftierung oder daß man in einer psychiatrischen Station oder Anstalt gegen seinen Willen eingeschlossen wird, ohne ein Gerichtsverfahren oder eine öffentliche Anhörung, genügt, um die meisten von uns Furcht und Schrecken einzujagen. In so gut wie jeder Provinz und Gegend von Kanada sind dies die hauptsächlichen Kriterien oder Gründe, um in einer psychiatrischen Anstalt eingeschlossen oder inhaftiert zu werden: die Ansicht, jemand hätte eine geistige Krankheit oder Störung, die Ansicht, daß man befürchten müsse, daß jemand sich selbst oder eine andere Person schädigen könnte, die Ansicht, daß jemand nicht in der Lage sei, für sich selbst zu sorgen. Beachten Sie, daß es sich bei diesen Kriterien um subjektive moralische Urteile über ein unangepasstes Verhalten handelt, nicht um medizinische oder wissenschaftliche Fakten. Trotz der Tatsache, daß geistige Krankheit oder geistige Störung, welche in meinen Augen eine Metapher sind für unangepasstes Verhalten, das noch niemals offiziell als medizinische Krankheit oder Leiden klassifiziert worden ist, haben nur Mediziner die gesetzliche Erlaubnis, solche nicht-medizinischen und schicksalsbestimmenden Urteile zu fällen.

In Ontario kann jeder Arzt ein Einlieferungsformular ausstellen, das eine Person dazu zwingt, für die ersten 72 Stunden zu Überwachungs- und Bewertungszwecken in einer psychiatrischen Anstalt eingeschlossen zu werden. Zwei weitere Ärzte können ein Formular ausstellen, das dazu berechtigt, die Person weitere 2-4 Wochen gefangenzuhalten. Während der letzten Jahre wurden von den Tausenden von Menschen, die in den 9 psychiatrischen Kliniken behandelt wurden, ca. 50% gegen ihren Willen zwangsbehandelt.

Die Androhung oder die Tatsache, seine Freiheit zu verlieren und in einer psychiatrischen Anstalt für Tage oder Monate eingeschlossen zu werden, ist furchterregend. Der minimale oder völlig fehlende Rechtsbeistand, der gegenwärtig in Ontario existiert, macht das Recht auf Berufung oder Protest zur Farce, und das führt zu einer noch verzweifelteren Furcht und Verzweiflung der Leute. Allein schon die Drohung einer erzwungenen psychiatrischen Behandlung kann, ebenso wie die Behandlung selber, entsetzlich sein - z.B. Elektroschock, auch als Elektrokonvulsions-Therapie (EKT) bezeichnet, von Schock-Überlebenden und -Kritikern wie Leonard Frank treffender Elektrokonvulsions-Gehirnwäsche genannt. Mein guter Freund Mel hat mir erzählt, wie er mit diversen Hilfsmitteln durch den Gang zum Schockraum der Klinik geschleift wurde. Ich kann mir seine Panik vorstellen und die Panik der anderen, denen das selbe Schicksal zuteil wurde. Ein ähnlich schreckliches Erlebnis hatte ich, als ich zwangsweise über 50 Subkoma Insulinschocks in den 1959ern erhielt. Zum großen Erstaunen vieler Leute existieren diese barbarischen gehirnschädigenden und die Erinnerung zerstörenden Behandlungsformen nicht nur, sondern sie werden heute in Kanada und den U.S.A. vermehrt angewendet. Hauptsächlich werden sie bei Frauen und bei älteren Leuten angewandt, insbesondere bei älteren Frauen.

Dann gibt es da noch die Drohung mit Psychopharmaka, die man euphemistisch "Medikamente" nennt. Diese Chemikalien wie Tranquilizer, Antidepressiva und die Antipsychotika wie Haldol, Modicate, Thorazin, und der sogenannte Mood Modifier Lithium sind keine natürlichen Substanzen, sondern sie sind künstlich hergestellte Gifte. Der Psychiater und Psychiatrie-Kritiker Peter Breggin nennt sie in verschiedenen seiner Bücher Neurotoxine (Nervengifte), ebenso Joseph Glenmullen, ein klinischer Ausbilder in Psychiatrie an der Harvard Medical School in seinem Buch Prozac Backlash. Diese Chemikalien haben keinen wissenschaftlich bewiesenen medizinischen Wert oder Nutzen. Ihre Wirkung besteht darin, daß sie jegliche Art problematischen oder störenden Verhaltens, Stimmungslagen und Gefühle unterdrücken. Diese Gifte, insbesondere Neuroleptika wie Haldol, Modicate, Chlorpromazin, wirken sich so hemmend, mächtig und furchterregend aus, daß viele Psychiatrie-Überlebende und andere Kritiker sie als chemische Lobotomie oder chemische Zwangsjacke bezeichnen. Diese Medikamente haben viele ernste und schädigende Effekte, Nebenwirkungen genannt, um zu verniedlichen, wie sie sich tatsächlich äußern, sei es in Zittern, unkontrollierbaren Schüttelbewegungen oder Bewegung der Hände oder anderer Körperteile (wie sie auch bei neurologischen Störungen wie Parkinsonismus oder tardiver Dyskinesie vorkommen), starke Muskelkrämpfe, verschwommenes Sehen, rastloses Hin- und Hergehen, Alpträume, plötzliche Wutanfälle, Aufgeregtheit, Gedächtnisverlust, Schwächeanfälle, Blutbildveränderungen, Schlaganfälle und plötzlicher Tod. Diese sogenannten Nebenwirkungen sind die erwünschten Wirkungen der Medikamente. Diese Furcht vor psychiatrischen Medikamenten wird noch verschlimmert durch Ignoranz und Unsicherheit, da die Psychiater und andere Ärzte ihrer Pflicht nicht nachkommen, die Patienten über die schrecklichen Medikamentenwirkungen zu informieren. Ohne die Anwendung oder Androhung von Gewalt könnte Faschismus nicht existieren. Machiavelli, Mussolini und Hitler wußten das. Alle Diktatoren, Möchtegern-Diktatoren und Tyrannen sind sich dieser grundlegenden Tatsache bewußt. Dasselbe gilt für die Psychiatrie. Ohne die Anwendung und Androhung von Gewalt könnte die Institution Psychiatrie nicht überleben. Eine Menge von Psychiatern stünden ohne Job da. Ich wünschte, dies würde geschehen! Die Psychiatrie erhält ihre Autorität und Macht zum Zwang, zur Gefangenhaltung, zu unfreiwilliger Verpflichtung und Zwangsbehandlung vom Staat.

Die Gesetzgebung der Psychiatrie gibt den Psychiatern und anderen Ärzten die Macht, jede Person zwangseinzuweisen, von der sei "glauben", nach einer Untersuchung, die nur wenige Minuten dauert, daß sie gefährlich für sich selbst oder für andere sein könnte. Das ist problematisch.Der Mental Health Act geht fälschlich davon aus, daß Ärzte gefährliches und gewalttätiges Verhalten vorhersehen können. Das können sie natürlich nicht. Wir legen Wert darauf, noch einmal hervorzuheben, daß der Mental Health Act von Ontario, wie andere mental health acts in ganz Kanada und den U.S.A, die Anwendung von Gewalt zum Zwecke der Festnahme oder Gefangennahme von Menschen für Tage, Wochen oder Monate rechtlich sanktioniert. Unglücklicherweise gab es nie einen öffentlichen Aufschrei oder Protest angesichts der Tatsache, daß Leute, von denen man annimmt oder denen unterstellt wird, sie seien verrückt oder gefährlich, die aber keinerlei Gesetzeswidrigkeit begangen haben, daß solche Leute trotz allem eingesperrt werden dürfen, ohne eine Gerichtsverhandlung und ohne die Rechte, die sogar Mördern und Vergewaltigern zugestanden werden. Das ist Präventiv-Arrest, etwas, was in Kanada und in anderen sogenannten demokratischen Staaten illegal ist. Allerdings ist es legal und gängige Praxis in allen Polizeistaaten und totalitären Ländern. Ich wüßte nicht, daß es je ein gerichtliches Widerspruchsverfahren gegen unfreiwillige Verpflichtung gegeben hätte, was als Präventiv-Arrest verfassungswidrig ist.

In den psychiatrischen Anstalten faschistischer Staaten (LERNE: Die BRD im Jahre 2015 ist ebenfalls ein faschistisches Schein-Staats-Regime der in- und ausländischen Besatzer unter dem Deckmantel der Demokratie) ist die Zwangsbehandlung die Regel, nicht die Ausnahme.

Erzwungene Behandlung und quälende, mörderische Medikamentenversuche, Tausenden von Juden, Sintis, politischen Gefangenen, Frauen und Kindern aufgezwungen, wurden während des 2. Weltkriegs in den Todeslagern überall in NaZI-Deutschland (LERNE: NAZI = NAtional ZIonisten, denn das Vatikan-Weltjudentum hat Hitler 1923 im Lager Landsberg bei München ausgebildet) durchgeführt.

Es gibt jetzt den unwiderlegbaren, dokumentierten Nachweis, daß es die deutschen Psychiater (LERNE: im Auftrage des in- und ausländischen Pharma- und Konzernjudentums) waren, insbesondere prominente Psychiatrie-Professoren und Leiter von Psychiatrie-Fakultäten, die hauptverantwortlich waren für die Einleitung und Durchführung des T4 Programms, für den Massenmord von über 200.000 Psychiatriepatienten und Tausenden von kranken und behinderten Kindern und Erwachsenen während des (LERNE: des ab dem Jahre 1972 publizierten, angeblichen) Holocaust. Die Begriffe Euthanasie und Gnadentod als Umschreibung des mörderischen Programms ist ein grausiger Euphemismus.

Vieles der biologischen Psychiatrie, die in weiten Teilen auf unbewiesenen Annahmen über die biologischen und genetischen Ursachen der Schizophrenie und anderer geistiger Störungen basiert, kann auf den in Nazi-Deutschland tätigen, rassistischen und Eugenik-begeisterten Psychiater Ernst Rudin zurückgeführt werden. Dieser propagierte den Mythos, daß Schizophrenie eine erbliche Krankheit sei. Er wird, zusammen mit Hunderten anderer Psychiater des T4-Programms des Massenmords an Psychiatriepatienten, immer noch in einigen Artikeln in psychiatrischen Fachjournalen zitiert, wie der Forscher und Aktivist Lenny Lapon in seinem brillianten Buch Mass Murderers in White Coats: Psychiatric Genocide in Nazi Germany [Massenmörder in weißen Kitteln: psychiatrischer Genozid in Nazi-Deutschland] nachweist. Er stellt fest, daß verschiedene deutsche Psychiater der Nazi-Ära in die U.S.A. und nach Kanada emigriert sind, und daß es ihnen gelungen ist, viele seiner Kollegen mit seinen biologischen, genetischen und rassistischen Theorien der geistigen Krankheit zu indoktrinieren. Heinz Layman, der im Jahr 1937 nach Kanada emigrierte, ist hauptverantwortlich für die Einführung von Thorazin oder Chlorpromazin, und er propagierte die Anwendung von Psychopharmaka in Kanada.

Wir haben heute eine Epidemie von Gehirnschäden, die durch Psychopharmaka verursacht sind, zum Teil dank Layman und all den anderen Ärzten, die er unterrichtete. In einem Zeitschriftenartikel von 1954 gab Layman zu, daß Thorazin ein "pharmakologischer Ersatz für die Lobotomie" sei. Trotz dem öffentlichen Eingeständnis dieser alarmierenden Tatsache sah Layman keinen Hinderungsgrund, es auch weiterhin bei vielen "schizophrenen" Patienten im Douglas Hospital in Montreal anzuwenden. Layman hat auch Ewen Cameron dazu gebracht, Chlorpromazin und viele andere Psychopharmaka und massive Anwendungen von Elektroschocks zu verabreichen. Chlorpromazin, zur damaligen Zeit als experimentelle Droge angesehen, wurde während Cameron's infamen Gehirnwäsche-Experimenten am Allan Memorial Institute in den 1950ern und 1960ern in großem Stil an viele Patienten verabreicht.

Es gab damals keine informierte Einwilligung, genau wie es heute keine gibt. Während der Nazi-Jahre suchten die Ärzte keine Einwilligung. Gemäß der Nazi-Ideologie handelte es sich um "nutzlose Esser", "Untermenschen". Das ist eine Denkweise, die noch immer die biologische Psychiatrie überall in Nordamerika beherrscht. Ein anderes Erbe der Psychiatrie von Nazi-Deutschland ist die weitverbreitete Akzeptanz und Rechtfertigung von entwürdigenden Maßnahmen, um den Willen von unwilligen oder rebellischen Patienten zu brechen. Körperliche oder mechanische Fesseln wie z.B. Gurte, Seile, Gürtel, Handschellen und Einzelarrest werden in psychiatrischen Anstalten nicht zum Zweck der Behandlung oder des Schutzes eingesetzt, sondern um Leute für unangepaßtes oder rebellisches Verhalten zu bestrafen. Es ist diese nackte Demonstration von Gewalt und Bedrohung, die das Klinikpersonal gegen Patienten anwendet, die so sehr an die grausame Brutalität des deutschen Psychiatrie-Personals während des Holocaust erinnert.

Irreführung: Ein sehr zutreffendes Zitat von Leonard Roy Frank, Autor von Influencing MindsThe Myth of Mental Illness [Der Mythos der Geisteskrankheit]. Diese Wahrheitsverfälschung ist eine der größten wissenschaftlichen Skandale unseres Wissenschaftszeitalters. Es gibt eine Geheimsprache, die heutzutage in der biologischen Psychiatrie verwendet wird. So helfen z.B. Anti-Depressiva den Leuten nicht dabei, Depressionen zu überwinden oder an die Ursache der Depression zu gelangen. Die Bezeichnung "Ruheraum" ist ein hinterhältiger Code für Einzelarrest. Das Wort "Medikament" ist ebenso ein irreführender Euphemismus und eine unrichtige Bezeichnung für giftige Substanzen, denen viele von uns ausgesetzt wurden.

Ich habe versucht zu zeigen, daß die institutionelle Zwangspsychiatrie eine faschistische Geschichte hat, und daß die biologische Psychiatrie, wie sie heute in psychiatrischen Anstalten in Kanada und den U.S.A. praktiziert wird, noch immer auf Angst, Gewalt und Irreführung basiert. Die Psychiatrie verdient nicht die Unterstützung durch die Gesellschaft oder den Staat. Wir müssen darauf hinarbeiten, daß die Psychiatrie abgeschafft wird. Wir müssen weiterhin daran arbeiten, Selbsthilfegruppen zu gründen, mehr Beratungsstellen und mehr erschwingliche, unterstützende Unterkünfte in unseren Kommunen. Wir müssen unsere eigenen Alternativen zu dem monströsen und unheilvollen Mental Health-System schaffen. Indem wir das tun, werden wir unsere Kraft und unsere Rechte zurückerlangen. Das ist unsere Arbeit, unsere Herausforderung und unsere Hoffnung.

DER AUTOR Don Weitz ist ein Psychiatrie-Überlebender und antipsychiatrischer Aktivist, er engagiert sich seit 24 Jahren im Psychiatric Survivor Liberation Mouvement. Außerdem ist er Co-Editor von "Shrink Resistant: The Struggle Against Psychiatry in Canada" (1988), Host-Producer des Antipsychiatrie-Programms "Shrinkrap" auf CKLN Radio (88.1 FM) in Toronto, Mitglied der People Against Coercive Treatment (P.A.C.T.), und Mitglied der Ontario Coalition Against Poverty (OCAP).

[Manipulation des Denkens]: "Die Psychiatrie benutzt die Mystifikation [irrationales Interpretieren von Erscheinungen], wenn Gefahr besteht, daß ihre wahren Gründe herauskommen." Viele der Etiketten und Diagnosen, die von Psychiatern benutzt werden, haben keinen Bezug zu realen psychiatrischen Problemen oder zu tatsächlich vorhandenen Krankheiten. Der Psychiatrie-Professor Thomas Szasz hat die Irreführung und den Mythos von der Existenz geistiger Krankheiten in vielen Büchern offengelegt, zuerst in seinem Klassiker.

Zerstörung der Persönlichkeit/Integrität
Psychische und Physische Folter
Prof. Dr. med. Volker Faust


Den Begriff Folter kennt jeder! Auch hört man immer wieder von den unterschiedlichsten Foltermethoden. Aber was man sich nur schwer konkret vorstellen kann sind die Langzeitfolgen: seelisch, körperlich, psychosozial. Und das ist das eigentliche Problem. Denn das Leben geht - wenn man es trotz Folter retten konnte - weiter, oftmals kaum weniger qualvoll wie während der Foltertortur. Denn das Ziel der "modernen" Folter ist nicht nur das Erzwingen von Geständnissen, sondern auch die Zerstörung der Persönlichkeit, die Vernichtung der Identität. Denn dadurch verliert man jegliche Fähigkeit zum Widerstand.

Nachfolgend deshalb nicht nur eine Auswahl "moderner" Foltermethoden und ihrer körperlichen Folgen, sondern vor allem die seelischen Verletzungen: permanente Angstbereitschaft, flash back-Phänomene, situationsgebundene phobische Ängste, anhaltender Spannungszustand, Grübelzwang, Depressivität, reizbare Verstimmungen, Initiativelosigkeit, Ruhelosigkeit, Merk- und Konzentrationsstörungen, Leistungseinbruch, Genussunfähigkeit u. a. Und die meist unbekannten Folgen für Lebenssinn und Selbstsicherheit, seelisch-körperliche Einheit bzw. Körpererleben, Schmerzempfindung, Partnerschaft, Beruf usw.

Selbst Ende des 20. Jahrhunderts ist die Folter noch immer in vielen Staaten gängige Praxis. Amnesty International zählt mehr als hundert Staaten auf, in denen - trotz zahlreicher Menschenrechtsabkommen - von Polizei, Militär, Geheimdiensten u. a. systematisch nicht nur körperlich, sondern zunehmend auch psychologisch gefoltert wird. Denn das Ziel der Folter ist nicht nur das Erzwingen von Geständnissen und Aussagen, sondern auch die Zerstörung der Persönlichkeit, die Vernichtung der Identität. Die Folterer wissen, dass Menschen ohne Identität mit zerrütteter Persönlichkeit ihre Fähigkeit zum Widerstand jeglicher Art verlieren.

Ziel einer "modernen" Folter-Strategie

Um ihr Ziel zu erreichen, gehen die Folterer planmäßig vor. Die psychische Zermürbung muss schrittweise erfolgen. Das ist ein genau kalkulierter Prozess, der kaltblütig und den individuellen Eigenschaften des jeweiligen Opfers entsprechend durchgeführt wird. Es hätte wenig Sinn, sofort mit den härtesten Maßnahmen zu beginnen. Dem Opfer muss man genügend Zeit lassen, damit es die Qualen und Erniedrigungen ausgiebig erlebt, sich mit ihnen identifiziert und stückweise den Willen zum Widerstand verliert:"

Folter-Methoden

Die Folter-Methoden sind einerseits so alt wie die Menschheit und werden andererseits durch "neue" Maßnahmen ergänzt. Was gehörte bzw. gehört noch immer dazu?

Neben Unterernährung (Proteinmangel), evtl. verbunden mit Schädelhirn-Verletzungen und damit verstärkter Gehirnquellung, neben extremer körperlicher Ausbeutung (Zwangsarbeit unter jeglichen Witterungsverhältnissen) einschließlich Seuchen u. a., neben den Folgen der Zwangskollektivierung ("hilfs- und beistandsunfähige Masse") waren und sind es besonders die körperlichen Foltermethoden: Schläge (vor allem auf den Kopf - siehe oben), ggf. mit ernsteren Auswirkungen wie Bewusstseinsverlust, Knochenbrüchen, Blutergüssen, Blut im Urin, offenen und damit bald eiternden Wunden bis hin zu raffinierten Fesselungen oder sadistischen Prozeduren: ständiger Aufenthalt unter Scheinwerfern, in dauernder Finsternis oder in kalten bzw. überfluteten Zellen über Wochen hin; ferner Metallnadeln unter die Fingernägel, Verbrennungen mittels Zigaretten, Eintauchen in eiskaltes Wasser, Gelenkausrenkungen u. a. Heute dominieren z. B ferner Elektroschocks (Schläfen, Brustwarzen, Penis), Einzelhaft in schallisolierten Zellen, Vergewaltigung im Schlaf(auch von Männern), Vortäuschen von Erschießungen (aber auch stille oder offene Aufforderung zur Flucht, um dann wirklich erschießen zu können) u. a. Darüber hinaus gibt es viele Variationen: z. B. die eigenen Haare oder Exkremente aufessen, den eigenen Urin trinken, Fixierungen in schmerzhaften Körperhaltungen, stundenlanges Aufhängen an Armen oder Beinen, sonstige Formen der Elektrofolter (siehe oben), Einführen von Gegenständen in Harnröhre und Enddarm, Urinieren in den Mund usw. Bemerkenswert übrigens die sadistischen Bezeichnungen der einzelnen Foltermethoden: wiederholte Schläge auf die Ohren: "Telefon", Untertauchen bis fast zum Ersticken. Akut zermürbend und nicht selten als gezielte Zerstörungswaffe eingesetzt - real oder vorgetäuscht - ist auch das Mithören von Schreien anderer Opfer ("können sie ihren Freund hören ...?").

Langfristig qualvoll ist die permanente Todesbedrohung, das wehr- und rechtlose Ausgeliefertsein an einen gnadenlosen Vernichtungswillen ohne Rechtfertigung und Verstrickung in eine auch nur irgendwie geartete Schuld. Für manche entlastend, wenn sie darauf zurückgreifen können, für viele aber zusätzlich peinigend ist der Mangel an einer ideologischen Sinngebung dieses Leidens, wie er wenigstens bei politischen oder religiösen Opfern Halt vermitteln kann. Lange unfassbar die Gewissheit, dass das ganze nicht zeitlich begrenzt ist, sondern nur mit der höchstwahrscheinlichen körperlichen Vernichtung enden wird (entlastungslose Angst, die aber am Schluss auch in eine Todes-Sehnsucht münden kann). So muss man noch um die tägliche Qual froh sein, die man wenigstens lebend verbringen darf. Besonders langfristig zermürbend ist der Umstand, dass sich alles ohne zwischengeschaltete Entlastung abspielt (mit Ausnahme der erwähnten kurzen Pausen, die aber gezielt als "Angst-Intervalle" genutzt werden). So haben die Opfer keinerlei Möglichkeit, sich wenigstens auf der untersten vegetativen Stufe wieder zu fangen und etwas zu regenerieren.

Psychosomatische Folter-Folgen

Zu den psychosomatisch interpretierbaren Folter-Folgen gehören beispielsweise

- Erschöpfungszustände mit vermehrter Anfälligkeit für Krankheiten, insbesondere Infektionen.

- Schlafstörungen mit Albträumen und nächtlichem Aufschreien.

- Vegetative Störungen mit Zittern, Schweißausbruch, Schwindel, dazu Ohrgeräusche, hechelnde Atmung u. a.

- Herzbeschwerden mit Herzrasen, Herzstolpern, Herzstechen, Herzdruck, Bluthochdruck u. a.

- Druckgefühle auf der Brust, Kloßgefühl im Hals (Schluckstörung, Engegefühl- s. Globusgefühl), Atemenge

- Magen- und Darmstörungen: vor allem Durchfall, aber auch Verstopfung, Geschwüre, Gallenbeschwerden

- Schmerzen in jeglicher Form und Lokalisation: Kopf-, Schulter-, Rücken- und Gelenkschmerzen sowie bei

Frauen Unterleibsschmerzen, wandernde Schmerzen u. a. m.

- Muskelverspannungen an Kiefergelenken, Nackenmuskulatur ("die Angst im Nacken"), Schulter-Arm-Bereich (und damit häufig auch Spannungskopfschmerzen) und am Rücken. Das kann zu Bewegungsstörungen der oberen Kopf- und Halswirbelgelenke führen und einen Teufelskreis auslösen. Spannungen aufzubauen ist aber für das Opfer häufig die einzige Möglichkeit, "ohnmächtige Wut drinnen zu halten", sonst kommt es zu sinnlosen Erregungszuständen und Gewaltdurchbrüchen. Außerdem war die Spannungserhöhung der Muskeln während der Folter der beste Schutz gegen Schläge. Und diese Spannung wirkt dann weiter, als würde die Tortur ewig andauern.

Seelische Folter-Folgen

Die seelischen Verletzungen sind meist schwerwiegender und langfristiger als die körperlichen. Sie wirken wie ein "Seelenfremdkörper" ("es ist, als ob ein Fremdkörper in der Seele liegt"). Dieser Fremdkörper absorbiert einen Großteil der psychischen Energie, das heißt vor allem Wohlgefühl, Lebensfreude und Gestaltungskraft. Deshalb muss ein entsprechend traumatisierter Mensch viel Kraft aufwenden, um diesen "inneren Fremdkörper" aus seinem bewussten Selbstbild fernzuhalten. Die häufigsten Klagen auf seelischem, psychosozialem und psychosomatischem Gebiet sind: Vorschnelle Ermüdung, rasche seelisch-körperliche Erschöpfbarkeit, Merk- und Konzentrationsstörungen, nachlassende Gedächtnisleistung und Aufmerksamkeit, Gemütslabilität bis hin zur unkontrollierbaren Rührseligkeit, peinliche Zerstreutheit, eigenartige Benommenheit, ständige Anspannung, Unruhe und Nervosität, dazu Reizbarkeit, ja Aggressivität (siehe unten), Angstzustände in jeder Form, frei flottierend oder phobisch, d. h. zwanghaft auf bestimmte Dinge oder Erinnerungen bezogen, dazu Ruhelosigkeit, gemütsmäßige Unbeständigkeit, depressiv-missgestimmte Zustände, hartnäckige Grübelneigung, abnorm gesteigertes Erinnerungsvermögen, aber nur an furchtbare Szenen der Verfolgung u. a. Dazu Katastrophenträume, Gefühl des Niedergangs, der Wertlosigkeit und Isolierung.

Als relativ typisch gelten Erinnerungsstörungen bzw. konkrete Erinnerungslücken sowie eine Einengung von Vitalität und Antrieb bis hin zur adynamisch-depressiven Dauerverstimmung (auch als "chronische reaktive Depression" bezeichnet, eigentlich ein Widerspruch in sich, soll hier aber erklären, dass ein konkreter Auslöser einer Dauer-Depression unterhält).

Misshandlung und Folter

Als Misshandlung wird im deutschen Recht die "üble und unangemessene Behandlung eines anderen Menschen" oder Tieres betrachtet, die dessen körperliche Unversehrtheit oder das "körperliche Wohlbefinden" beeinträchtigt. Dies gilt aber auch nur bei Situation, wobei dies auch ernst gemeint wird. Eine Misshandlung kann sich aber auch in einem psychisch traumatisierenden Verhalten zeigen und entsprechend ein psychisches Trauma bei der misshandelten Person auslösen. Nach deutschem Recht wird das körperliche Misshandeln bei den Delikten der Körperverletzung (§§ 223, 224, 226, 227 StGB) oder alternativ die Gesundheitsschädigung vorausgesetzt.

Das Gesetz unterscheidet zwischen körperlicher Misshandlung - zum Beispiel durch Schläge oder Vernachlässigung – sowie seelischer Misshandlung – zum Beispiel durch andauernden Liebesentzug. Kindesmisshandlungen geschehen vor allem innerhalb der Familie. Dies bedeutet, dass die Opfer auf Hilfe von außen angewiesen sind. Vor allem die seelischen Schäden prägen die Betroffenen ein Leben lang. Deshalb ist es wichtig, rechtzeitig Hilfe von Fachleuten anzunehmen bzw. zu vermitteln.

LITERATUR:

Amnesty International: Wer der Folter erlag. Fischer-TB-Verlag, Frankfurt 1985

Baeyer, W. v. und Mitarb.: Psychiatrie der Verfolgten. Springer-Verlag, Berlin-Göttingen-Heidelberg 1964

Faust, V.: Die chronische reaktive Depression. Gesundheitsschäden nach Gefangenschaft und Verfolgung.

In: V. Faust, G. Hole (Hrsg.): Depressionen. Hippokrates-Verlag, Stuttgart 1983

Fischer, G., P. Riedesser: Lehrbuch der Psychotraumatologie. Reinhardt-Verlag, München 1998 (dort ausführliche neue Literaturhinweise)

Graessner, S. und Mitarb.: Folter. Verlag C.H. Beck, München 1996 (hier ausführliches Literaturverzeichnis)

Hepker, W.-W.: Spätfolgen extremer Lebensverhältnisse. Springer-Verlag, Berlin-Heidelberg-New York 1974

Matussek, P. und Mitarb.: Die Konzentrationslagerhaft und ihre Folgen. Springer-Verlag, Berlin-Heidelberg-New York 1971

Niederland, W. G.: Folgen der Verfolgung. Das Überlebenden-Syndrom - Seelenmord. Suhrkamp-Verlag, Frankfurt 1980

Peters, U. H, V. Faust: Das Überlebenden-Syndrom. Gesundheitsschäden nach Verfolgung, Gefangenschaft und Folter. In: V. Faust (Hrsg.): Psychiatrie - Ein Lehrbuch für Klinik, Praxis und Beratung. Gustav Fischer-Verlag, Stuttgart-Jena-New York 1996

Rauchfleisch, U. (Hrsg.): Folter: Gewalt gegen Menschen. Paulus Verlag, Zürich 1991

www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/folter2.html - 54k

Tödliche Psychiatrie

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors Thomas Foth
Erstveröffentlichung des Artikels in ak 564 16. September 2011, Seite 27

Auch nach dem NS-Faschismus wurden Kranke ermordet.

In den Jahren 1939 bis 1945 wurden mehr als 200.000 Kranke in deutschen psychiatrischen Anstalten, Pflege- und Wohlfahrtseinrichtungen ermordet. Seit mehr als drei Jahrzehnten gibt es intensive Forschungen zu diesen Morden. Doch zumeist bleibt völlig außer Acht, dass Kranke sowohl vor der NS-Machtübernahme als auch nach Ende des zweiten Weltkriegs ermordet wurden, wie die hohen Mortalitätsraten der psychiatrischen Einrichtungen belegen.

Dieser Beitrag ist eine Aufforderung, den Fokus der Forschung zu erweitern: Weg von einer ausschließlichen Perspektive auf die „Euthanasie“- Morde hin zu einer Perspektive, die die Ermordung Kranker vor und nach dem Faschismus mit einschließt. Es geht darum, die Gründe für die Morde nicht nur in der spezifischen Konstellation des NS - Faschismus zu suchen, sondern auch in der psychiatrischen Praxis als solcher. Auch wenn die Ermordung Kranker während des NS-Faschismus eine historische Singularität darstellt, die nicht relativiert werden darf.

Die Forschungen über die Mordaktionen während der NS-Zeit sind vielfältig und umfangreich, eine zusammenfassende Darstellung ist hier unmöglich. Dennoch zu einigen Punkten. Unstrittig ist, dass die Krankenmorde während des NS - Faschismus nicht unabhängig von den Vernichtungsaktionen während des Holocausts verstanden werden können. So fand die systematische Tötungsaktion T4, benannt nach dem Sitz der zentralen Planungs- und Gutachterkommission in der Tiergartenstraße 4 in Berlin, auf Hitlers Anordnung hin und mit der Unterstützung der einflussreichsten deutschen Psychiater vor Beginn des Holocausts statt, nämlich von 1939 bis 1941.

Die Erklärungsmodelle reichen nicht aus

Über ein ausgeklügeltes System von Zwischenanstalten und einer eigens hierfür gegründeten Transportgesellschaft wurden die selektionierten PatientInnen in speziell dafür konstruierte Vernichtungsanstalten verlegt und nach wenigen Tagen getötet. Dabei wurden Mittel zur Tötung – insbesondere Kohlenmonoxid in Gaskammern – erprobt, die später auch im (LERNE: angeblichen, seit 1972 publizierten) Holocaust zum Einsatz kamen.

Insgesamt wurden mehr als 70.000 PatientInnen im Rahmen der Aktion T4 getötet, 1.000 bis 2.000 jüdische PatientInnen waren die ersten Opfer. Nachdem die Aktion in der Öffentlichkeit bekannt wurde, stoppte Hitler sie offiziell 1941. In der Aktion „Spezialbehandlung 14f3“, die auch nach dem offiziellen Ende von T4 weiterlief, wurden dann rund 20.000 InsassInnen aus Konzentrationslagern in den Tötungseinrichtungen der Aktion T4 ermordet. Schließlich wurden weitere 1.000 Menschen, die als kriminelle Geisteskranke klassifiziert und in psychiatrischen Anstalten interniert waren, Opfer des Programms „Vernichtung durch Arbeit“ in verschiedenen Konzentrationslagern.

Auch in den von der Deutschen Wehrmacht überfallenen und besetzten europäischen Ländern wurden so genannte psychisch Kranke ermordet. In Polen wurden mindestens 20.000 psychiatrische PatientInnen erschossen, vergast oder zu Tode gehungert. Das Land wurde zum Experimentierfeld für die Tötungsmethoden der Aktion T4. Der Historiker Heinz Faulstich geht davon aus, dass ca. 80.000 Menschen in Anstalten in Polen, der Sowjetunion und in Frankreich ermordet wurden. (1)

Nach dem offiziellen Stopp der so genannten „Euthanasie“-Aktion begann ein dezentralisiertes, stilles Morden in psychiatrischen Anstalten und Heimen – die sogenannte „zweite Phase“. PatientInnen wurden durch gezieltes Verhungern, Vergiften und Vernachlässigen umgebracht.

Das Ausmaß dieser Morde ist bis heute noch nicht vollständig erfasst. Seit Beginn der neueren Forschungen im Bereich der „Euthanasie“-Morde musste die Zahl der Opfer stetig nach oben korrigiert werden. Die neuesten Schätzungen gehen von 150.000 bis 200.000 Ermordeten aus, die zu den 70.200 Opfern der Aktion T4 hinzugezählt werden müssen.

Es herrscht Uneinigkeit darüber, ob diese Tötungen als Teil einer zentral organisierten Katastrophenpolitik anzusehen sind, unter anderem darauf angelegt, psychiatrische Betten für zivile Bombenopfer und verletzte Soldaten freizumachen, oder ob sie als relativ unabhängig von zentralen Planungen anzusehen sind, angetrieben von lokalen politischen Interessen. Ein Konsens scheint sich in der Forschung dahingehend zu bilden, diese Tötungen als eine Mischung aus beiden Aspekten zu verstehen.

Dennoch bleiben viele Fragen unbeantwortet. Dies betrifft die Tatsache, dass die Tötungen von Kranken schon sehr viel früher als mit der Aktion T4 begannen. Der Psychiater Paul Nitsche wandte schon im Sommer 1939 ein so genanntes „Luminalschema“ in sächsischen psychiatrischen Anstalten an. Es bestand kurz gesagt darin, PatientInnen durch die Kombination von Aushungern und gleichzeitiger Gabe von Luminal (einem Narkotikum) zu töten.

Nitsche, der ab November 1941 Leiter der Zentrale der Aktion T4 wurde, führte schon 1936 eine Sonderkost in den Psychiatrien Sachsens ein, die zur systematischen Unterernährung und zum Verhungern der Kranken führte. Der Historiker Götz Aly geht davon aus, dass die Tötungen bereits im Jahr 1938 begannen und belegt dies mit den ansteigenden Mortalitätsraten dieser Zeit. Aly sieht die Tötungen als praktische Vorläufer der Aktion T4, in der das Morden nur bürokratisch formalisiert wurde. (2)

Werden die steigenden Mortalitätsraten in psychiatrischen Anstalten als Maßstab für eine absichtliche Vernachlässigung von PatientInnen unter Inkaufnahme möglicher tödlicher Ausgänge genommen, dann kann man feststellen, dass ab 1936 in den meisten psychiatrischen Anstalten des Deutschen Reichs eine Zunahme von Todesfällen zu verzeichnen war. Sie können von der so genannten „Euthanasie“-Aktion nicht getrennt gesehen werden.

Aber was geschah in der Zeit vor 1933 und nach 1945? Die hohen Mortalitätsraten in psychiatrischen Anstalten und Einrichtungen der Wohlfahrtsbehörde vor und nach der Zeit des NS-Faschismus haben noch nicht in ausreichendem Maße die Beachtung der ForscherInnen gefunden. Nur Faulstich hat in seiner Studie versucht, diese Tötungen systematisch zu erfassen.

Tötungen vor der NS-Zeit

Der Grund für diesen „blinden Fleck“ ist meiner Meinung darin zu suchen, dass die verwendeten Erklärungsmodelle auf das spezifische Machtsystem des Nationalsozialismus fokussieren und die Tötungen von PatientInnen an die spezifischen Umstände binden, die unter dem NS-System bestanden. Diese Modelle können aber nicht erklären, dass Kranke faktisch während der gesamten ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts immer wieder Opfer von mehr oder weniger systematischen Vernichtungsaktionen wurden und dass diese Morde vornehmlich in den psychiatrischen Anstalten stattfanden.

Schon während des ersten Weltkriegs und in den Jahren danach fanden in Deutschland mehr als 70.000 psychiatrische PatientInnen den Tod durch Verhungern. Der Historiker Klaus Dörner führt diese Todesfälle auf eine beabsichtigte Verknappung von Nahrungsmitteln in den psychiatrischen Einrichtungen zurück. Die Methode sei während des zweiten Weltkriegs einfach nur kopiert worden. (3)

Auch während der Weimarer Republik endete das Sterben nicht (LERNE / Wache auf: seit 1919 war Deutschland zu 100 % unter der Herrschaft des in- und ausländischen Judentums). Die dramatische Zunahme der Mortalitätsraten während der Hyperinflation 1923 (LERNE: parallel lief die Schulung von Hitler im Lager Landsberg durch die Jesuitenjuden des Vatikans) war nur die Spitze einer Hungersnot, die mit dem Waffenstillstand nicht beendet war. Psychiatrische PatientInnen waren in besonderem Maße betroffen, weil ein allgemeiner Konsensus zu bestehen schien, sie als legitime Opfer zu betrachten. Die ökonomische Krise, die nach dem Ende des Krieges weiter bestand, schien das Lebensrecht dieser Menschen außer Kraft zu setzen.

Faulstichs Studie belegt, dass das Töten auch nach Ende das zweiten Weltkriegs in den Einrichtungen aller vier Besatzungszonen weiter ging. Zumindest sind die hohen Mortalitätsraten nach Ende des Krieges erklärungsbedürftig. Obwohl Faulstich diese Todesfälle mit einem vermeidbaren Mangel an Nahrungsmitteln in Beziehung setzt, verwirft er die Vermutung, die Besatzungsmächte hätten den psychiatrischen PatientInnen vorsätzlich Nahrungsmittel vorenthalten. Er betont, dass die Verteilung der Nahrungsmittel unter die Zuständigkeit deutscher Autoritäten fiel.

Mein Forschungsprojekt versucht die Rolle von Pflegenden in der Ermordung von Kranken zu beleuchten. (4) Dazu habe ich die pflegerischen und psychiatrischen Aufzeichnungen in PatientInnenakten der damaligen „Heil- und Pflegeanstalt Langenhorn“ in Hamburg diskursanalystisch untersucht. Meine Studie kommt zu dem Schluss, dass der NS-Faschismus als ein eklatantes Beispiel von „Biopolitik“ angesehen werden muss, ein Konzept das von Michel Foucault entwickelt wurde. Die Aufzeichnungen in den Akten zeigen, dass die Tötungen das Produkt wissenschaftlicher Klassifizierungen und Diskurse waren, die dazu führten, dass bestimmte Leben als „lebensunwert“ wahrgenommen wurden.

Bei der Analyse der Aufzeichnungen wurde außerdem deutlich, dass die Frage, warum die Morde so reibungslos in den psychiatrischen Alltag zu integrieren waren, nur beantwortet werden kann, wenn die Anstalten als Teil der psychiatrischen Praxis erfasst werden. Mit dem Begriff der Praxis ist gemeint, dass die Funktionsweise der Psychiatrie nicht allein durch die Analyse der ihr zugrundeliegenden wissenschaftlicher Theorien verstanden werden kann, sondern sie darüber hinaus in ihrer praktischen Umsetzung betrachtet werden muss.

Die Anstalt als permanenter Kriegsschauplatz

Diese disziplinarische Praxis basierte auf einer hierarchischen Machtstruktur mit dem Psychiater an der Spitze. Die Pflegenden, als delegierte RepräsentantInnen der Macht des Psychiaters, waren strategisch „unterhalb“ der PatientInnen positioniert. Sie schliefen beispielsweise oftmals in denselben Räumen wie die PatientInnen und nahmen ihre Mahlzeiten gemeinsam mit diesen ein. Diese Position ermöglichte es, die PatientInnen in jedem Detail zu erfassen. Es verlieh den Pflegenden letztlich die Macht, das Verhalten der PatientintInnen unter Zuhilfenahme einer Vielzahl von Techniken, wie z.B. Dauerbadbehandlungen, Isolierungen, Ganzkörperwickel, Medikamente etc., nachhaltig zu beeinflussen.

Die psychiatrische Anstalt kann metaphorisch als Maschine beschrieben werden, angetrieben vom allumfassenden Willen des Psychiaters: jeder Teil der Anstalt und jede Person, die in ihr arbeitete, funktionierte als Teil dieser „Heilungsmaschine“. Dieses strategische Machtungleichgewicht errichtete eine Realität innerhalb der Anstalt, die nichts mit der Realität der PatientInnen gemein hatte. Diese unüberwindbare, disziplinarische Macht der Psychiatrie konfrontierte die „absolute“ Macht der „Verrückten“. Absolut, weil die Kranken auf ihrer Realität beharrten und sich nicht durch Logik davon abbringen ließen, beispielsweise wenn sie behaupteten „jemand spricht zu mir“. Weil sie ihre eigenen Ansichten durchzusetzen versuchten, widersetzten sich die PatientInnen der Realität der Anstalt. Sie wurde zu einem Ort, in dem ein permanenter Krieg zwischen der disziplinarischen Macht der Psychiatrie und der absoluten Macht der Wahnsinnigen herrschte.

Gleichzeitig war die psychiatrische Praxis ein Mechanismus der Normalisierung, der kontinuierlich damit beschäftigt war, zu klassifizieren, was als „normales“ Verhalten bewertet werden konnte und wer als heilbar betrachtet werden konnte. In Hamburg beispielsweise war Langenhorn für PatientInnen vorbehalten, die als chronisch krank und unheilbar galten. Und innerhalb Langenhorns gab es noch einmal Bereiche für PatientInnen, die als „hoffnungslose“ Fälle galten. Faktisch waren diese PatientInnen selbst innerhalb der psychiatrischen Anstalt ausgeschlossen, sie vegetierten in Zonen der Unsichtbarkeit. Die Macht des Psychiaters wurde in diesen Zonen zu einer souveränen Macht, die Leben ausschließen konnte. PatientInnen in diesen Zonen waren auf ihr „nacktes Leben“ (Agamben) reduziert und lange vor der Machtübernahme der Nazis als „lebensunwert“ kategorisiert. Diese Menschen waren sozial tot, lange bevor sie physisch ermordet wurden.

Thomas Foth - Inf./Nurse, MScN, PhD
Professeur adjoint/Assistant Professor
Université d’Ottawa/University of Ottawa
Faculté des sciences de la santé/Faculty of Health sciences
Écoles des sciences infirmières/School of Nursing
451 Smyth Road
Ottawa, Ontario, Canada K1H 8M5
613.562.5800(8435) (Phone), 613.562.5443 (Fax)


Anmerkungen:

1) Faulstich, Heinz: Hungersterben in der Psychiatrie 1914-1949. Freiburg im Breisgau 1998.

2) Aly, Götz: Medicine Against the Useless. In: Ders./Chroust, P./Pross, C. (Hg.): Cleansing the Fatherland. Nazi Medicine and Racial Hygiene, Baltimore and London 1994.

3) Dörner, Klaus: Tödliches Mitleid. In: SZ vom 12.8.06.

4) Foth, Thomas: Analyzing Nursing as a Dispositif: Healing and Devastation in the Name of Biopower. A Historical, Biopolitical Analysis of Psychiatric Care under the Nazi Regime, 1933-1945. Thesis submitted to the School of Nursing, Faculty of Health Sciences (Ottawa, Kanada) for the degree of Doctor of Philosophy, 2011.

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